ZugVogel Touristik
Felsbogen in der Wueste Wadi Rum
08.11.2022 Klara Reischl

Herbstferien Jordanien

Vor unserer neuen Studienreise wollten wir uns einen persönlichen Eindruck von Jordanien verschaffen und waren als Familie in den Herbstferien unterwegs! Die Reise hat unsere Erwartungen in allen Bereichen übertroffen - unvergleichliche Sehenswürdigkeiten, das Farbspiel der Landschaften, einzigartige Erlebnisse,  tolle Küche und unglaublich hilfsbereite Menschen haben uns mehr als überzeugt.

 

Eingeschränkte Mobilität

Unser älterer Sohn verstaucht sich gerade vor Abreise den Fuss und muss mit Krücken reisen. Doch wir nehmen es als Herausforderung an, denn auch einem unserer Reisenden kann auf einer Tour so etwas passieren! Also wie geht man mit einer Person mit eingeschränkter Mobilität auf so einer Reise um?

Um es gleich vorweg zu sagen: Wir haben unglaublich viel Hilfbereitschaft und Unterstützung bei dieser Reise erfahren. Bei vielen Besichtigungspunkten kann ein Rollstuhl ausgeborgt werden. Es erfordert jedoch trotzdem eine kräftige Person zum Schieben, um damit den z.B. Herkulestempel in Amman zu erkunden. Außerdem man muss man auch zugeben, dass Monumente wie eine Kreuzritterburg einfach nicht barrierefrei gebaut wurden. Mit vereinten Kräften schaffen wir es aber sogar ins Tote und Rote Meer, dürfen einen unvergesslichen Sonnenuntergang im Wadi Rum erleben und können Petra aus ganz anderer Perspektive kennenlernen, als wir es uns erwartet haben. 

Amman

Im Grunde genommen immer Ausgangspunkt einer Jordanienreise. Obendrein mit einem unglaublichen Nationalmuseum, in dem man einen ganzen Tag verbringen könnte. Nichtsdestotrotz reißen wir uns los und es geht raus auf den Zitadellenhügel. Wir mühen uns mit einem etwas klapprigen Rollstuhl hoch und genießen den tollen Anblick!  

Herkulestempel am Zitadellenhügel über Amman in Jordanien

Das Tote Meer

Der Weg ans Tote Meer führt uns zunächst zu den großartigen Mosaiken von Madaba und auf den Berg Nebo, wo wir den obligatorischen Blick in Richtung "Gelobtes Land" werfen. Und dann ist es in der Tat genau so, wie man es sich vorstellt! Bei den Hotels am Toten Meer kann jeder eine Heilschlammanwendung ausprobieren und Erwachsene werden wieder zu staunenden Kindern beim Treiben im Salzwasser. Tatsächlich ist ein Bad im Toten Meer ein erstaunliches Erlebnis, doch auch der Ausblick über die Küstenlandschaft ist beeindruckend und unser Aufenthalt am Toten Meer hinterlässt einen unvergesslichen Eindruck!

Teil des Landkartenmosaik in der Georgskirche von Madaba in Jordanien

Die Fahrt Richtung Süden

Anschließend fahren wir weiter Richtung Süden und wählen zunächst die Panoramastrecke dem Toten Meer entlang, bevor wir Richtung Wüste abzweigen. Denn unser nächstes Ziel sind die Kreuzfahrerburgen von Karak und Shobak hoch oben über der Wüste. Die einst heiß umkämpften Stützpunkte bieten unvergleichliche Ausblicke und wir gönnen uns hier ganz frisch gepressten Granatapfelsaft, bevor wir am Abend Petra erreichen. Generell haben wir während der ganzen Reise immer fantastisch gegessen, aber hier hat es uns aber besonders gut geschmeckt! 

Schawarma - mit Fleisch gefülltes Fladenbrot, traditionell dazu eingelegtes Gemüse, Knoblauchsauce und Pommes Frites

Petra

Eigentlich haben wir den üblichen klassischen Fußmarsch zur Erkundung von Petra geplant, doch wegen des verstauchten Knöchels unseres Sohnes müssen wir ein wenig umdisponieren. Trotzdem starten wir früh am morgen, zahlen am Visitor Centre für den Transfer mit dem Golfcart und  erreichen damit bequem das berühmte Schatzhaus. Doch schon der Weg davor entlang beeindruckender Gräber und durch die enge Schlucht, den Siq, ist unglaublich!

Obeliskengrab und Bab as Siq Triklinum vor dem Zugang zum Siq in Petra

Bereits hier staunen wir über die faszinierenden Formationen und Farben. Schließlich am berühmten Treasury angekommen, folgen Verhandlungen mit den Beduinen, bis wir uns auf den Preis für einen Esel einigen, der unserem Sohn als Transportmittel durch die nabatäische Hauptstadt dient. Wir lassen den Aufstieg zum Opferplatz aus, genießen das bunte Treiben um uns und bummeln gemächlich entlang der Straße der Fassaden in Richtung Großer Tempel.

der Siq - beeindruckende Schlucht als Zugang zu Petra

Überraschende Einblicke

Dabei unterhalten wir uns mit unserem Eselführer Riad. Er gehört zu den Beduinen, die hier in Petra geboren und aufgewachsen sind. Viele haben das Angebot der Regierung angenommen in ein naheliegendes Dorf mit festen Häusern, fließendem Wasser und Heizung zu ziehen. Doch wie einige andere Familien ist auch Riad in seiner Wohnhöhle in Petra geblieben und kann sich kein anderes Leben vorstellen. Wir akzeptieren gerne seine Einladung auf einen Tee und wir dürfen dabei die Bekanntschaft von Natalie machen. Die Amerikanerin lebt seit 8 Jahren mit ihrem Mann Feras (er ist einer der Söhne des Scheichs) und den zwei gemeinsamen Kindern in einer Wohnhöhle in Petra. So erhalten wir bei unserem Besuch einen erstaunlichen Blick auf Petra und einen Einblick in das Beduinenleben, abseits der Sehenswürdigkeiten, den wir uns nicht erwartet hatten!

auf dem Esel lässt sich auch Petra ohne Anstrengung erkunden

Wadi Rum

Es ist nicht unsere erster Besuch in einer Wüste, doch tatsächlich ist dies immer ein besonderes Erlebnis. Und Wadi Rum ist auf jeden Fall zu Recht die berühmteste Wüste Jordaniens! Die unglaublichen Felsformationen dienten in Filmen wie Lawrence von Arabien, Indiana Jones und der Marsianer als Kulisse. Riesige rotbraune Felsen ragen aus der unendlichen atemberaubenden Wüstenlandschaft und weder Filme noch Fotos können die einzigartige Atmosphäre vor Ort tatsächlich wiedergeben. Mit dem Jeep erkunden wir Felsbögen, bewundern natürliche Formationen und entdecken uralte beeindruckende Zeichnungen in Canyons. Unser Fahrer kocht zum Sonnenuntergang mitten im Nirgendwo Tee für uns - einfach unvergesslich!

Wadi Rum - unglaublich beeindruckender Besuch in der Wüste

Aqaba - das Rote Meer

Unsere letzte Station - Aqaba und das Rote Meer! Bei angenehmen Sommertemperaturen wartet noch ein wenig Erholung und überraschenderweise eine Militärübung in Anwesenheit des Königs unmittelbar vor unserem Hotel. Wir bewundern schließlich noch die Unterwasserwelt des Roten Meer und lassen hier die zahlreichen Eindrücke unserer Reise Revue passieren.

Strand, Pool, Schnorcheln und Erholung - Urlaubsausklan am Roten Meer bei Aqaba in Jordanien

Reiseempfehlung Jordanien

Ende Oktober ist perfekte Reisezeit um bei angenehmen Temperaturen die Highlights des Landes zu besuchen und auch den Abend gemütlich im Freien ausklingen zu lassen. Wer will probiert dabei eine Wasserpfeife aus und lauscht ungewohnten musikalischen Klängen. Überall wurden wir sehr herzlich empfangen und das Essen war großartig - egal ob ein frischer Granatapfelsaft oder Linsensuppe an einem kleinen Stand an der Straße oder in den Hotels. Wir haben nur einen Bruchteil der Sehenswürdigkeiten Jordaniens gesehen und hätten niemals gedacht, dass uns dieses arabische Land so unglaublich begeistern würde! Lassen auch Sie sich überraschen - wir können eine Reise nach Jordanien ehrlich nur empfehlen!   

Ausblick 2023

Wir haben zahlreiche Reisen in die Region geplant - Mittelägypten, Jordanien, Oman, Nubien und mehr! Kommen Sie mit auf eine Reise in eine unbekannte Welt, tauchen Sie ein in die Geschichte und lassen auch Sie sich von unseren wissenschaftlichen Begleitern für die Länder des Orient begeistern. 

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Was haben wir im kommenden Jahr geplant?

Bewährte Reisen wie zur Eiszeitkunst und nach Göbekli Tepe werden natürlich wiederholt. Aber auch viele neue Reisen stehen am Programm! Es geht nach Zentralanatolien auf den Spuren der Hethiter, zu mystischen Wüstenschlössern in Jordanien, ins unbekannte Mittelägypten und in das Weihrauchland Oman. Einige Reisen kommen noch dazu - vielleicht ist etwas für Sie dabei?

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